Zeitraum

Jahr 301 AL



Langsam ist zu spüren, dass sich der lange Sommer seinem Ende neigt. Im Süden können sich die warmen Temperaturen noch halten, doch im Norden, im Grünen Tal, in den Flusslanden und auf den Eiseninseln wird es zunehmend kälter.


Gesuche

Jon Snow • Arya Stark • Rickon Stark • Ygritte • Jaime Lannister • Petyr Baelish • Asha Graufreud • Euron Graufreud • Loras Tyrell • Olenna Tyrell • Oberyn Martell • Ellaria Sand • Jorah Mormont • Daario Naharis • Missandei • Manke Rayder • Tormund Riesentod • Samwell Tarly • Benjen Stark • Ser Allisar Thorn • Brynden Rivers • Lady Mellisandre • Mitglieder der Nachtwache • Wildlinge • Sandschlangen •



◅ Gesuche der Mitglieder ▻


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◅ Was bisher geschah... ▻

Historie

• Margaery Baratheon regiert in Königsmund •
• Glaubenskrieg in Königsmund •
• Robb Stark ruft zum Krieg gegen die weißen Wanderer •
• Roslin Stark stirbt bei Geburt des dritten Kindes •
• Nachtwache treibt Wildlinge hinter die Mauer •
• Rosengarten in Gewalt der Lannisters •
• Daenerys Targaryen regiert in Meeren•

#1

Burghof

in Norden 06.02.2016 10:38
von Admin | 201 Beiträge

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#2

RE: Burghof

in Norden 28.05.2016 23:28
von Aenotheus J. Darabont (gelöscht)
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Mein Weg nach Winterfell blieb zum Glück problemlos. Es waren einige Tage vergangen, seitdem ich Sella das letzte mal gesehen hatte, nachdem wir in ihrem Lager genächtigt hatten. Ich genoss ihre Nähe, ihre Aufmerksamkeit und vielleicht könnte ich mir das auch wirklich eingestehen, wenn sie nicht andauernd über Robb Stark geschwärmt hätte. Fakt war, dass ich nicht im geringsten wissen wollte für welchen Mann sie schwärmte und für welchen nicht. Dafür war ich einfach nicht der Typ. Ich war niemand, der anderen Leuten dabei zuhörte, wie sie über die Liebe sprachen oder über eine gewisse Art der Verliebtheit oder nur über eine 'niedliche' Schwärmerei.
Das lag wohl daran, dass ich davon keine Ahnung hatte und sowieso nicht mitreden konnte, selbst wenn ich es wollen würde. Und schon gar nicht wollte ich es wissen, bei wem Sella große Augen bekam. Allein der Gedanke daran ließ mich innerlich schon wieder brodeln. Dies lag allerdings auch an meiner Unausgeglichenheit. Es war nur noch eine Frage der Zeit bis die rothaarige die Bibliothek verlassen würde und die Möglichkeit bestand, dass ich bald etwas über mich herausfinden würde. Auch wenn ich dadurch nicht unbedingt mein Gedächtnis zurück erlangen würde, so würde es mir einiges an Last abnehmen. Oder sie verschlimmern, aber daran wollte ich jetzt auf keinen Fall denken.
Gedankenverloren drehte ich das rote Blümlein zwischen meinen Daumen und Zeigefinger hin und her. Ich kannte mich mit Blumen absolut nicht aus, wusste somit nicht um welche es sich handelte, aber ich hatte mit Absicht eine gewählt, deren Blüten ebenso rot wie das Haar der Nordfrau war. Natürlich würde sie auf Anhieb wissen, dass ich die Blume aus dem gläsernen Garten hatte. Denn in dieser Umgebung würde durch den eisigen Winter weit und breit keine wachsen. Ob es verboten war, Pflanzen aus dem Garten zu entwenden, war mir herzlich egal. Ich hatte nicht vor mich viel länger als nötig hier aufzuhalten, also interessierte es mich noch weniger.
Äußerst gelangweilt und mittlerweile ungeduldig wartend saß ich auf den hölzernen Geländer der Treppen gegenüber der Bibliothek und stieß in regelmäßigen Abständen meine Fersen dagegen.
Wie lange war sie denn schon in der Bibliothek? Instinktiv hoffte ich, dass sie sich nicht schon seit Tagen darin aufhielt. Ich hätte wirklich ein schlechtes Gewissen, wenn sie wegen mir ihren Schlaf oder auch das Essen vernachlässigen würde. Aber wieso sollte sie auch all diese Unannehmlichkeiten auf sich nehmen? Für einen Mann, der selbst nicht mal wusste wer er war und was er bestimmt war zu sein. Außerdem wollte ich nicht, dass sie sich mehr Mühe bereitete als eigentlich nötig. Das sollte sie sich lieber für Robb aufheben.
Dann endlich sah ich die klobige Bibliothektür aufgehen und die rothaarige heraustreten. Im ersten Moment nahm sie mich gar nicht war, was ich ihr nicht verübelte, schließlich rechnete sie nicht mit meinem Besuch. Mit kleinen, schnellen Schritten lief sie gezielt in eine Richtung. Es war nicht meine, also beschloss ich ihr zu folgen. Mit einem Ruck stemmte ich mich von dem Geländer und eilte ihr hinterher. Es dauerte nicht lang, bis ich die Distanz zwischen mir und ihr aufgeholt hatte. Doch ich tigerte ihr weiterhin einfach nur hinterher, aus Neugierde, um zu sehen wie lange sie brauchen würde, um mich zu bemerken.

@Sella Flint

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#3

RE: Burghof

in Norden 29.05.2016 00:10
von Sella Flint (gelöscht)
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--> Bibliothek

Eilig faltete ich den Zettel zusammen und verstaute ihn in dem kleinen Beutel den ich immer bei mir trug. Ich wollte ihn so schnell wie möglich finden, auch wenn ich nicht wusste wo er war. Irgendwo würde ich ihn schon finden. Ich war so aufgeregt, wusste ich doch endlich mehr über seine Familie. Ich würde ihm wenigstens ein paar Dinge erzählen können, auch wenn es immer noch nicht viel war, es war besser als nichts. Worauf ich mich allerdings am meisten freute war, Aenotheus wiederzusehen. Wir hatten uns vor ein paar Tagen verabschiedet und ich hatte ihn seit dem nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Es war mir, als wäre er immer an meiner Seite gewesen. Ich hatte das Gefühl seine Blicke zu spüren, ihn zu riechen, seine Wärme zu spüren, doch er war nicht da gewesen. Ihn jetzt wieder zu treffen erfüllte mich mit solch einer Freude.
Nachdem Lord Stark nun Gäste hatte, konnte ich mich sogar eher als gedacht entfernen und zudem musste ich ihm keinen Grund liefern, warum ich noch einmal ausreiten wollte. Meinen Männern und den Stallburschen dürfte es egal sein. Natürlich würden sie sich ihre Gedanken machen, doch war ich Ihnen sicher keine Erklärung schuldig. Ich war von höherem Stand und sie würden tun was ich wollte, ohne Fragen zu stellen. Ich eilte nun also die Treppen des Turmes herunter, dennoch stets darauf bedacht nicht zu rennen oder etwas zu tun, was einer Lady nicht würdig war. Denn auch wenn ich in den Krieg zog und auf dem Schlachtfeld, als auch im Feldlager sicher keine Kleider trug, genoss ich es hier wieder ein Kleid tragen zu können. Denn trotz allem war ich eine Lady geblieben. Ich war stark und konnte mich durchaus selbst verteidigen, doch war es um ein Vielfaches schöner, wenn man Jemanden hatte, der einen verteidigte. Ja ich hatte die Sache mit dem Krieg selbst gewählt. Wir hätten auch unsere Truppen alleine schicken können. Doch wollte ich zum einen die Ehre meines Hauses wahren und zum Anderen allen beweisen, dass auch eine Frau dazu im Stande war die Unanehmlichkeiten eines Krieges direkt auf dem Schlachtfeld auszuhalten.
Ich öffnete die Tür nach draußen und wurde gleich von dem kalten Nordwind umweht. Wie angenehm kam er mir nach der beinahe drückenden Wärme der Bibliothek vor. Für einen kurzen Augenblick genoss ich die Kälte, bevor ich mich eilig auf den Weg zu den Stallungen machte. Es war schon spät und ich würde Aenotheus noch suchen müssen, das allerdings nicht in der völligen Dunkelheit der tiefsten Nacht. Ich ging schnellen Schrittes über den Burghof. Die Freude in mir schwoll mit jedem Schritt an. Was hatte dieser Mann bloß an sich, dass ich mich so sehr auf ihn freute? Unser letztes Gespräch war nicht einmal allzu erfreulich geendet, denn er war zum Ende unseres Gespräches hin immer ruhiger und grummeliger geworden. Vielleicht hatte es auch an mir gelegen, hatte ich doch so ausführlich vom Krieg und König Robb erzählt. Das allerdings war nur eine Spekulation, denn ich wusste es nicht und warum überhaupt sollte es Aenotheus kümmern, wenn ich vom anderen Männern redete. Sein Interesse an mir schien ohnehin nicht über das gewöhnliche hinaus zu gehen. Ja er hatte Interesse, aber eben nicht mehr als man eben gewöhnlich für einen Menschen hatte. So jedenfalls kam es mir vor.
Ich hatte die Stallungen beinahe erreicht als mir etwas auffiel. War ich gerade noch tief in Gedanken versunken gewesen, war ich jetzt vollkommen aufmerksam. Ich war nicht alleine! Dafür dass mir das erst jetzt bewusst wurde, hätte ich mich selbst ohrfeigen können. Ich war doch sonst so schrecklich aufmerksam, nur immer gerade dann wenn Jemand kam schien es mir so, als würden meine Sinne versagen. Zunächst verlangsamte ich meine Schritte um genauer lauschen zu können. Da waren eindeutig noch Schritte außer Meinen. Natürlich gab es auf Winterfell genug Bedienstete, doch hätte so Jemand sich irgendwie bemerkbar gemacht oder hätte gewärtet bis ich mein Ziel erreicht hatte. Wer auch immer jetzt hinter mir ging, verfolgte mich.
Immer wilder begann mein Herz zu rasen, bis mir wieder bewusst wurde, wer ich war. Hier auf Winterfell gab es Niemanden der mich angreifen wollte und wenn doch, dann wären genug Wachen in der Nähe um mir zur Hilfe zu eilen. Ich drehte mich also mit wehendem Umhang herum und warf meine Haare voller Erhabenheit über die Schulter. Als ich allerdings sah, wer mich da verfolgt hatte, lachte ich erleichtert auf. Es zierte sich zwar sicher nicht, doch ich eilte das Stück das uns trennte auf Aenotheus zu und fiel ihm um den Hals "Du bist hier?", fragte ich ganz erstaunt und löste mich wieder von ihm. Mein Blick fiel auf die Blume in seiner Hand. Ob sie für mich war? Doch ich konnte ohnehin nicht anders als zu lächeln, so glücklich machte es mich, dass er plötzlich hier war. Nie hätte ich damit gerechnet, dass er mir doch folgen würde. "Ich wollte gerade meinen Hengst satteln lassen um nach dir zu suchen. Ich habe ein paar Dinge heraus gefunden. Und Lord Stark ist sicher so nett und noch einmal in die Bibliothek zu lassen, damit du selbst lesen kannst und...", ich war so glücklich dass ich wieder angefangen war sehr schnell zu reden. Ich unterbrach mich allerdings selbst und umarmte ihn erneut, auch wenn er das sicher nicht mochte. "Ich bin so froh, dass du hier bist.", hauchte ich erleichtert und hielt ihn dieses Mal ein wenig länger fest, bevor ich mich wieder löste und ihn anstrahlte. Dieser Mann tat mir einfach nur gut.

@Aenotheus J. Darabont


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#4

RE: Burghof

in Norden 30.05.2016 16:30
von Aenotheus J. Darabont (gelöscht)
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Die Nordfrau vor mir schien sichtlich in Gedanken vertieft zu sein. Denn sie bekam anfänglich gar nicht mit, dass ich ihr mit leichtfüßigen Schritten dicht auf den Fersen war. Ich war verwundert, denn in meinen Kopf reihten sich Fragen über Fragen an, warum sie denn so eilig über den Burghof lief. Ob sie noch etwas anderes vorhatte?
Mit einem sachten Kopfschütteln schob ich diese Vermutung bei Seite. Wenn dem so wäre, würde ich es ebenfalls bald herausfinden. Also konzentrierte ich mich wie gewohnt auf mein Umfeld und ganz besonders auf Sella. Sie schien mich noch immer nicht bemerkt zu haben.
Mein Blick war stur auf ihren Nacken und auf ihren Rücken gerichtet. Irgendetwas war anders an ihr. Die rothaarige trug nicht wie sonst die Kleidung die sie in der Schlacht anhatte, sondern ein wunderschönes Kleid, welches sich wie eine zweite Haut an sie schmiegte. Und plötzlich realisierte ich, dass sie von einem unbeschreiblichen Anmut umhüllt war, wie ich es zuvor noch nicht gesehen hatte. Ich bevorzugte, wahrscheinlich im Gegensatz zu all den anderen, Sella in der Kleidung die sie trug wenn sie in den Krieg zog.
Es war in meinen Augen etwas besonderes, eine Frau nicht wie gewohnt in Kleidern zu sehen. Außerdem kam in den engen Hosen ihr niedlicher Hintern viel besser zur Geltung. Aber wenn sie in Zukunft ab und an ein wunderschönes Kleid tragen würde, wäre ich der letzte, welcher sich beschweren würde.
Wenig später verlangsamte die Nordfrau ihre Schritte. Endlich schien sie bemerkt zu haben, dass sie nicht allein war.
Mit einer schwungvollen Drehung wandte sie sich zu mir um. Einen kurzen Moment befürchtete ich, dass sie mir meinen Kopf von dem Rest meines Körpers abtrennen wollte, sie wie sie schaute. Natürlich tat sie es nicht, denn sie hatte mich erkannt, obwohl ich wieder meine Kapuze tief ins Gesicht gezogen hatte. Mittlerweile wurde dies zu meinem Markenzeichen. Aber ich hatte keinen Grund mich zu verstecken, zumindest hoffte ich das, weshalb ich den dunklen Stoff von meinem Kopf zog.
Zur Begrüßung neigte ich mein Haupt ein wenig nach vorn, doch Sella hatte ganz andere Pläne. Anders als es sich für normal gehörte - was selbst ich wusste – rannte sie auf mich zu und fiel mir um den Hals.
Perplex stand ich da. Was tat man denn hierbei für gewöhnlich? Ich wusste es nicht, also blieb ich wie angewurzelt stehen.
Sie löste sich schnell aus der Umarmung. Verwundert legte ich meine Stirn in Falten. Warum war sie denn so aufgeregt, so freudig?
Ich verstand es nicht und genauso musste es in meinem Blick erkennbar sein. Erstaunlicherweise umspielte ein seichtes lächeln meine Lippen, als sie mich ungläubig fragte ob ich wirklich hier sei. „Mit Leib und Seele, M'Lady.“ sprach ich mit tiefer und leicht kratziger Stimme.
Wie ein aufgedrehtes Mädchen redete sie im Überfluss, wusste gar nicht wo sie zuerst anfangen sollte.
Versuchend, all die Informationen zu verarbeiten riss ich meine Augen weit auf und zuckte mit meinen Kopf von links nach rechts um ihr ihren Wortfluss irgendwie folgen zu können. Ich hob bereits meine Hand um sie ihr auf den Mund zu legen, damit sie endlich für eine Sekunde still war, doch sie unterbrach sich selber. Und schon befand ich mich in der nächsten Umarmung. Diese nutze ich gleich, um ihr die rote Blume heimlich ins Haar zu stecken. Etwas unbeholfen tätschelte ich ihr Schulterblatt. „Was zum...Henker ist denn los mit dir?“ Kam es flüsternd über meine Lippen, ehe ein leises glucksen aus meiner Kehle drang.
„Ahh.. den 'Hengst' satteln.. Verstehe.“ Meinte ich nicht gerade überzeugt und setzte den Hengst in Gänsefüßchen.
Sie glaubte doch nicht ernsthaft, dass ich ihr diesen Schwachsinn abkaufen würde. Es sei denn, bei dem Hengst würde es sich um ihren tollen Robb handeln. Von mir unbemerkt grummelte ich schon wieder vor mich hin und meckerte ein paar unverständliche Worte.
Nachdem ich fertig damit war, hielt ich ihr meine Armbeuge hin, damit sie sich einhaken könnte, wenn sie es wollen würde.
Ihr Angebot noch einmal in die Bibliothek zu gehen winkte ich ab. „Nein, nein. Nicht nötig. Ihr habt mein Vertrauen, Feuerlöckchen. Ansonsten wäre ich von Anfang an gleich mit euch gekommen. Ich hoffe es hat nicht zu viele Unannehmlichkeiten bereitet?“
Ein paar Schritte lief ich weiter, ehe ich noch etwas hinzufügte. „Also.. wenn eure Suche erfolgreich war, wäre ich euch verbunden, wenn wir uns an ein Örtchen zurückziehen würden, wo wir ungestört reden können.“

@Sella Flint

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#5

RE: Burghof

in Norden 30.05.2016 19:12
von Sella Flint (gelöscht)
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Ich war so froh, dass er hier war, ich konnte es kaum fassen. Hatte ich doch fest damit gerechnet nun noch raus reiten zu müssen, hinaus in die Kälte, in die Dunkelheit ganz alleine. Doch wäre er es für mich wert gewesen. Umso angenehmer war es, dass er nun vor mir stand. Er war hier, in Winterfell und das obwohl ich gefacht hatte, er würde nicht hier her kommen. Er war wirklich hier und ich würde ihm all die Dinge erzählen können, die ich über sein Haus herausgefunden hatte. Ich hoffte wirklich, er würde sich wenigstens ein wenig darüber freuen. Ich hatte nicht viel herausfinden können, aber es war ein Anfang. Als ich ihn ein zweites Mal umarmte, spürte ich, wie etwas meinen Kopf streifte. Verwirrt zog ich mir aus den Haaren was Aenotheus mir hinein gesteckt hatte. Gleich begann ich breit zu grinsen. Eine rote Blume lag nun in meinen Händen. So etwas hatte ich ihm gar nicht zugetraut. Er war kein Mann der übermäßig romantisch schien, das jedoch ließ mir das Herz aufgehen. Die Blume hatte sogar dieselbe Farbe wie meine Haare, was mich nur noch glücklicher machte. Er hatte sich wirklich etwas dabei gedacht. Er brachte mir nicht nur irgendeine Blume, wie andere Männer es machten, bedachtlos einfach eine Blüten mit Stängel abgerissen. Aenotheus hatte darüber nachgedacht, er hatte mir etwas geben wollen, dass mir zeigte dass ich ihm nicht ganz unwichtig war, das jedenfalls glaubte ich für einen Moment.
Bis er mich wegen des Hengstes aufzog. Er schien mir nicht zu glauben, ja schien sogar verärgert. Irgendetwas hatte ich falsch gemacht und all meine Freude über das unverhoffte Wiedersehen und die Blume waren gleich verflogen und schwangen in Trauer um. "Ich wollte dich wirklich suchen.", murmelte ich, senkte den Blick aber gleich zu Boden. Es tat mir beinahe weh dass er mir nicht glaubte. Hatte er gedacht ich würde nicht nach ihm suchen, wenn ich hatte was er wissen wollte. Natürlich hätte ich hier bleiben können. Ich hätte mir ein paar bequeme Tage auf Winterfell machen können, aber das tat ich nicht. Ich hatte mich gleich auf den Weg zu ihm machen wollen. Er lehnte ab noch einmal in die Bibliothek zu gehen. Da wäre es nun ohnehin viel zu voll gewesen. Er wäre niemals mit so vielen Leuten in einem Raum geblieben. So gut kannte ich ihn dann doch. Er wollte, wie es schien ja nicht einmal meine Gesellschaft. "Nein es hat mir keine Umstände gemacht.", murmelte ich und hielt den Blick gesenkt. Er hatte mich verletzt, das war nicht fair. Ich hatte ihm einen Gefallen getan und er wollte mir nicht einmal glauben, dass ich ihn hatte suchen wollen.
Als er vorschlug, dass wir uns zurück ziehen sollten, damit ich ihm zeigen könnte was ich heraus gefunden hatte, nickte ich. Ich hackte mich bei ihm unter und führte ihn so zu einer kleinen Bank. Sofort kam mir ein lebhaftes Bild vor Augen. Es war schon eine Ewigkeit her. Ich hatte hier mit Robb und Jon im Schnee gespielt, wir waren über die Bank getollt, hatten uns dahinter versteckt. Das jedoch behielt ich für mich. Schon gestern hatte Aenotheus nicht sonderlich freudig auf die Erzählung von Robb reagiert. Ich schien ihn damit verärgert zu haben. Als wir nun saßen, griff ich ihn meine Manteltasche und reichte ihm das Stück Papier. "Hier steht etwas über deine Eltern und ich glaube über dich.", murmelte ich und drückte es ihm in die Hand. Er sollte es lesen, dann würden wir darüber reden können und ich befürchtete, dass sich unsere Wege danach trennen würden. Er schien kein großes Interesse an mir zu haben. Ich war gut genug um ihm Informationen zu besorgen, das war es dann aber auch. Immer noch hielt ich den Blick gesenkt, ich wollte ihn nicht ansehen, nicht noch mehr verdammte Gefühle für einen Mann entwickeln, der sie nicht erwidern würde. Ich konnte das was ich durchgemacht hatte als ich Gefühle für Robb entwickelt hatte und sie lange und qualvoll unterdrückt hatte nicht nochmal überstehen. Ich würde daran zerbrechen wie ein Stück Eis, wenn man drauf trat. Und genauso fühlte ich mich. Wie ein zerbrechliches Stück Eis.
Ich lehnte mich ein Stück zurück und sah stumm auf den Burghof. Winterfell war wirklich schön, doch ich vermisste Bruchsteinberg und das Feldlager. Ich vermisste meine Leute dort und ja ich vermisste auch Robb. Er war zwar mein Lehnsherr, mein König, aber er war auch ein Freund in gewisser Weise und deshalb vermisste ich ihn. Auch Grauwind fehlte mir und mein Zelt. Am liebsten wäre ich gleich zurück geritten. Aenotheus brauchte und wollte mich nicht. Ich wollte nicht hier bleiben, ich wollte keine Gefühle entwickeln. Nicht für Jemanden der sie nicht erwiderte.

@Aenotheus J. Darabont


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#6

RE: Burghof

in Norden 01.06.2016 12:56
von Aenotheus J. Darabont (gelöscht)
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Etwas war anders an ihr. In einem Moment war sie der Inbegriff der Freude und Fröhlichkeit gewesen und im nächsten stand sie wie ein Häufchen Elend neben mir. All ihre guten Gefühle, ihr gutes Empfinden und auch ihr Stolz wurden bei Seite geschoben und an ihrer Stelle trat...Was? Von welchem Gefühl wurde sie plötzlich so überrumpelt, ja förmlich erdrückt? Ich hatte keine Erklärung dafür. Ebenso wie es mir unklar war, warum Sella auf einmal so wenig sprach. War ich sonst nicht der zurückhaltende, schweigsame Krieger? Die Nordfrau war sichtlich gekränkt und trotzdem bewahrte sie die letzten Rest ihren Stolzes und hakte sich in meinem Arm ein. Ich wusste gar nicht so recht, wie ich nun reagieren sollte. Also lief ich schweigend neben ihr her und ließ meinen Körper auf der Bank sinken. Als die rothaarige mir das Stück Papier entgegenhielt, drehte ich mich in ihre Richtung und nahm es stumm entgegen. Bevor ich anfing zu lesen, warf ich ihr einen unsicheren Blick zu. Ein mulmiges Gefühl machte sich in meiner Magengrube breit, was wohl nicht nur an der Tatsache lag, dass ich in wenigen Augenblicken mehr über mich wissen würde, sondern auch, dass ich ihr mit meinen Worten unrecht getan hatte. Irgendetwas hatte dazu geführt, dass Sella nun diejenige von uns war, die sich sichtlich von mir distanziert hatte. Es war merkwürdig, am eigenen Leib zu erfahren, wie es war, wenn man einem Menschen den man doch lieber hatte als man es zugeben würde, verletzt hatte. Ich musste sie mit meinem Gesagten verletzt haben. Warum sollte sonst ihre Stimmung so plötzlich umgeschwungen sein? Doch ich wusste nicht was ich sagen sollte. Ich wusste ja nichtmal, was genau sie verletzt hatte. Ich war nunmal niemand, der große Reden schwingen würde, sich entschuldigen würde oder sonst etwas in dieser Art machen würde. Ich war ein sozial distanzierter Mann, der es besser auch geblieben wäre. Lieber war ich einsam, als jemanden zu kränken oder Unrecht zu tun. Trotz meines Zwiespaltes widmete ich mich neugierig den Niederschriften von Sella.
Als ich fertig mit lesen war,drehte ich mich nach vorn, faltete ich das Stück Papier zusammen und klemmte es unter meinen Oberschenkel. Meine Ellenbogen stützte ich meine Knie und legte meine Stirn in meine Handflächen.
Die plötzlich aufsteigende Übelkeit ließ sich nicht einfach herunterschlucken. Ebenso wenig wie der stetig wachsende Kloß in meiner Kehle, welcher mir Stück für Stück die Luft zum atmen nahm. Nun wusste ich wer ich sein sollte und dennoch wusste ich nicht, wer ich wirklich war. Fragen über Fragen knallten wie Billardkugeln gegen die Banden meiner Schädeldecke, während sich die Welt um mich herum wie ein Karussell zu drehen begann und von einem milchigen Filter umgeben wurde. Hastig rieb ich mir durch meine Augen, versuchte bei klaren Verstand zu bleiben. Doch wie sollte mir dies möglich sein, wenn ich meinem eigenen Verstand nicht mal ansatzweise trauen konnte?
Ich erhob mich, wackelig auf den Beinen, taumelte zu der nächstgelegenen Wand und stütze mich mit meinem linken Arm an dieser ab. Als würde ich versuchen wollen, meinen innerlichen Gefühlscocktail loszuwerden, steckte ich mir den Finger in den Hals. Mein lautes würgen durchbrach die Stille. Doch es nützte nicht wirklich etwas. Ich hatte seit Tagen nichts gegessen, selbst das Essen von Sella hatte ich abgelehnt, da ich mich nicht erst daran gewöhnen wollte. Ich hatte nichts damit bezwecken können, außer das die aufsteigende Magensäure meine Speiseröhre bis aufs äußerste reizte und in ein schmerzhaftes brennen hüllte. Die Last war noch immer vorhanden. Als sei sie auf meinen Schultern verankert, sank ich unter ihr zu Boden. Erschöpft wischte ich mir den kalten Schweiß aus meinem blassen Gesicht und lehnte meinen Hinterkopf an das kalte Gemäuer des Gebäudes hinter mir.
Mit glasigen Blick sah ich wieder zu der rothaarigen. Es tat mir so unendlich leid, dass sie all das hier mitmachen musste, diese Unannehmlichkeiten auf sich nahm. Und noch mehr tat es mir leid, dass ich sie daraus noch nicht entlassen konnte, geschweige denn wollte. „I-Ich.. werde mein Haus aufsuchen. Ich muss es finden. Ich brauche antworten – noch so viele mehr. Vielleicht.. Vielleicht bekomme ich diese, wenn ich mich in einer bekannten Umgebung wider finde.“ sprach ich mit heiserer Stimme, welches eher einem krächzen ähnelte. Dann verstummte ich erneut eine Weile, spielte nervös mit meinen Fingern, da ich nicht genau wusste, wie ich ihr meinen nächsten Gedankengang mitteilen sollte. Nach einiger Zeit stemmte ich mich vom Boden ab, und schunkelte wie ein betrunkener auf die Nordfrau zu und letztendlich um sie herum. Mein ganzer Körper bebte, als ich vor ihr stand. Ein gleichmäßiges brennen zog durch all meine Gliedmaßen, war mir diese Situation doch vollkommen fremd und ungeheuer. Erneut wurde mein Körper von einer schaurigen Welle erfasst und versetzte ihn ein weiteres mal in ein kräftiges zittern. So schwer, dass meine Beine meinem Gewicht nicht mehr standhalten konnten. Wie ein Kartenhaus fiel ich zusammen, sank vor Sella auf die Knie und griff nach ihren zierlichen Händen. „Du kommst doch mit mir?“ flüsterte ich fragend. „Ich könnte eine starke Frau an meiner Seite gebrauchen..“ gab ich hauchend, mit einem schlecht erzwungen Grinsen zu und ließ meinen im Moment zu schwachen Oberkörper auf ihren Schoß sinken.

@Sella Flint

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#7

RE: Burghof

in Norden 01.06.2016 16:32
von Sella Flint (gelöscht)
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Ich sah Aenotheus an, wie er den Zettel von mir entgegen nahm. Ob er verkraften würde, was dort drauf stand? Er hatte es wissen wollen, ob er jedoch damit zurecht kam, wusste ich nicht. Er allerdings vermutlich auch nicht. Er schien mit einem Mal so unsicher, so... verletzlich. Ich wollte etwas sagen, war aber immer noch viel zu gekränkt um etwas zu sagen. Ich wollte das hier nur schnell hinter mich bringen, bevor jeder wieder seiner Wege ging. Doch während er las, wurde er immer blasser und die Sorge in mir begann zu überwiegen. Ich wollte ihm helfen, wollte ihn in den Arm nehmen, ihn trösten, doch ich hielt mich zurück. Ich war zu weit gegangen, als ich ihn eben in den Arm genommen hatte und nicht nur, dass ich zu weit gegangen war, ich hatte ihn damit auch noch völlig überrumpelt, denn er war wenig bis gar nicht darauf eingegangen. Ich senkte den Blick, während er immer heftiger zu atmen begann. Er schien völlig am Ende zu sein. Die Sache war wohl doch ein wenig zu viel für ihn gewesen und ich konnte es ihm nicht verüblen.
Ich wollte gerade meine Hand nach ihm ausstrecken, als er aufstand und zur nächsten Wand ging. Er sah wie ein gebrochener Mann aus. Es tat mir unendlich leid. Langsam erhob ich mich, als er sich allerdings den Finger in den Hals steckte und schrecklich würgte, blieb ich stehen. Ich wusste nicht was ich tun sollte, wie ich mich verhalten sollte. Unsicher löste ich den Trinkbeutel mit Wasser von meinem Gürtel. Aenotheus ließ sich an der Wand herunter sinken. Bei seinem Blick traute ich mich kaum näher an ihn heran. Er schien gerade mit sich selbst nicht zurecht zu kommen und so zog ich es vor mich wieder auf der Bank fallen. Er redete davon, dass er zu seinem Haus zurück wollte und es brach mir das Herz. Er würde also wirklich gehen. Irgendwo in mir hatte noch die kleine Hoffnung gekeimt, er würde vielleicht doch mit mir kommen. Ich wollte mich nicht wieder von ihm trennen. Er war, auch wenn er sicher kein einfacher Mann war, etwas Besonderes und ich wollte ihn nicht gleich wieder zu verlieren.
Langsam wankte er auf mich zu und sackte vor mir auf die Knie. Er griff nach meiner Hand und sah mich hilfesuchend an. Auf seine Frage überfiel mich das schlechte Gewissen. Ich hatte Robb versprochen so schnell wie möglich zurück zu kommen, er brauchte mich im Feldlager, doch brauchte Aenotheus mich ebenso. Schüchtern nickte ich "Ich werde mit dir gehen.", versprach ich und berührte mit meiner freien Hand seine Wange. "Auch wenn nicht mehr viel von deinem Haus über sein dürfte. Aber wir werden gehen. Ich werde den Männern sagen, dass sie bei Grauenstein auf uns warten sollen.", ich erwiderte seinen Blick, bevor ich ihm den Trinkbeutel reichte. "Und nun trink, bitte.", bat ich ihn unsicher. Er würde auch etwas Essen müssen, doch sollten wir erst einmal langsam anfangen, hatte er doch das Essen dass ich ihm angeboten hattte abgelehnt. Dennoch musste er ganz dringend etwas Essen, war doch nichts heraus gekommen, als er sich gerade den Finger in den Hals gesteckt hatte.
Immer noch hielt er meine Hand und es fühlte sich unglaublich an. Ich wollte ihn nicht wieder los lassen. Nicht jetzt und auch später nicht. Es fühlte sich einfach zu sehr nach etwas an, dass ich vorher nicht gekannt hatte. Nach einer Verbindung. Nach etwas das richtig war.

@Aenotheus J. Darabont


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#8

RE: Burghof

in Norden 03.06.2016 15:54
von Aenotheus J. Darabont (gelöscht)
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Sie würde mit mir kommen. Als ich dieses Versprechen aus ihren Mund hörte, schien eine riesige Last von meinen Schultern zu fallen. Zumindest fühlte es sich so an. Ich war überwältigt von der Tatsache, dass sie mir auch bei diesem Weg beistehen würde, obwohl ich es gar nicht verdient hatte, obwohl ich mich vor wenigen Minuten wie ein richtiger Ochse verhalten hatte. Sella war eine so großzügige und warmherzige Frau! Es war mir ein Rätsel, wie diese Frau noch nicht verheiratet war. War sie verheiratet? Hatte sie schon einige Wörter über ihren Mann verloren? Wenn ja, dann konnte ich mich nicht daran erinnern. Eine fast logische Schlussfolgerung, bei dem was ich gerade in Erfahrung bringen konnte. Oder ich hatte es erfolgreich verdrängt, was die zweite logische Erklärung sein könnte.
Ich wurde behutsam aus meinen Gedanken gezogen, als mich ihre zierliche Hand an der Wange berührte. Wie automatisch glitt mein Blick nach oben, wo ich sie erschrocken mit großen Augen anstarrte. Doch ihre Berührung hatte etwas magisches, sodass ich unweigerlich meine Augen schloss damit ich ihre Zuneigung besser genießen konnte. Wie von alleine schmiegte sich meine stoppelige Wange enger an ihre Hand, während ein kleines, zufriedenes seufzen aus meinem Mund kroch. Am liebsten hätte ich ihr gesagt wie schön sich ihre Berührungen anfühlten und das sie ein angenehmes kribbeln auf meiner Haut verursachten, doch ich konnte es ihr nicht sagen, da ich es mir selbst nicht mal eingestehen wollte. Was ich mir allerdings eingestehen konnte war, dass ich ihr etwas schuldig war. Sie hatte in so kurzer Zeit so viel für mich getan, dass ich ihr irgendwie entgegen kommen musste. Auch wenn ich keine Ahnung hatte, wie ich das anstellen sollte. Ich war so geblendete von ihrer Gutmütigkeit, dass meine Worte nicht mehr als ein hauchen waren. „Danke Sella...!“
Zurückhaltend griff ich nach der Trinkflasche. Ich hatte extremen Durst, nicht nur weil meine Magensäure meine Speiseröhre reizte, mein Mund glich einer sandigen Wüste. Weshalb ich ein paar gierige Schlücke aus der Flasche trank. Eine merkwürdige Situation, da es nun das erste mal war, dass ich nicht um einen Tropfen Wasser kämpfen musste. Ich durfte mich nicht an diesen Luxus gewöhnen, aber ich könnte nicht anders. Nachdem ich meinen Durst gestillt hatte, nickte ich ihr dankend zu und reichte ihr ihre Trinkflasche zurück. „Ich weiß, es wird vermutlich nur eine Ruine sein, aber es lässt mir keine Ruhe. Dafür stehe ich auf ewig in eurer Schuld. Sagt mir, wie kann ich das jemals wieder gut machen?“ Vielleicht würde sie wollen, dass ich dem Heer beitrat. Ich war ein ausgesprochener guter Krieger, mit einem tödlich klaren Verstand. Solch Männer waren doch immer zu gebrauchen? Aus irgendeinem Grund hoffte ich es, denn so könnte ich weiterhin auf die Nordfrau aufpassen und ein Auge auf sie haben. Aber diesen Gedanken schüttelte ich schnell bei Seite. So wie ich mitbekam, war Robb ebenfalls in diesem Heer. Ich wollte nicht daneben stehen und ihr den Sabber aus den Mundwinkel wischen müssen, weil sie sich vollends in Robb verloren hatte.
Vorsichtig und noch immer etwas schwach stemmte ich mich von ihrem Schoß hoch, streckte mich einmal ausgiebig und sah sie dann mit frischem Ehrgeiz an. „Also.. ich wäre dann bereit – solange ihr an meiner Seite seid, bin ich das immer, Feuerlöckchen.“ meine ich aufrichtig. Den wichtigsten Teil, meine Frage hatte ich natürlich wieder vergessen, wahrscheinlich weil die rothaarige mir sämtlichen Verstand raubte. Also fügte ich diese noch schnell hinzu. „Ach, bevor ich es vergesse.. Glaubt ihr, ihr könnt sofort mit mir kommen? Also.. mit sofort meinte ich.. jetzt.? Natürlich dürft ihr euch vorher noch etwas anderes anziehen und eure Sachen packen oder ähnliches. Ein Pferd brauche ich nicht, ich habe mir selbst eins.. organisieren können.“ meinte ich etwas belustigt und sah sie erneut erwartungsvoll an. Ich wusste, dass mein Gemütszustand, sobald wir in meinem Hause, was davon übrig war, ankamen umschwenken würde. Bis dahin sollte ich meine gute Laune nutzen und Sella versuchen davon zu überzeugen, dass ich doch gar kein so schlechter Mensch war.

@Sella Flint

[tbc: irgendwo auf einem freien Feld? Oder so? xD]

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#9

RE: Burghof

in Norden 03.06.2016 17:23
von Sella Flint (gelöscht)
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Ich sah Aenotheus an. Er war so zerbrechlich, dass es beinahe weh tat. Eigentlich war er ein so starker und großer Mann, dennoch war er in diesem Moment der schwächere von uns und ich wusste es. Er schmiegte sich an meine Hand. Ein saichtes Lächeln glitt über meine Lippen. Wir kamen einander näher, er schien mir zu vertrauen und das tat mir gut. Auch wenn ich immer noch ein wenig angefressen war, weil er nicht glauben wollte, dass ich ihn hatte suchen wollen. Er war für mich etwas Besonderes. Ich hätte ihn überall gesucht. Als er sich bei mir bedankte musste ich dann endgültig wieder lächeln. Ich hatte Aenotheus nun schon ein wenig kennengelernt und sich bedanken war sicher keine Sache die er alltäglich tat.
Während er zu trinken begann, beobachtete ich ihn. Er schien halb verdurstet. Sofort wollte ich ihn wieder beschützen. Ich wollte ihm mehr zu trinken und zu essen geben, ein Dach über dem Kopf, ein Zuhause. Dennoch beschränkte ich mich darauf ihn einfach nur zu beobachten. Ich konnte ihm nicht sagen was ich über ihn dachte. Er würde es sicher nicht gut finden, dass sich eine Lady Sorgen um ihn machte. Immerhin war er der Lord und müsste sich um mich sorgen, nicht umgekehrt. Doch konnte ich nicht verleugnen, was ich in mir spürte. Er würde es vermutlich ohnehin irgendwann mitbekommen. Allein wie ich ihn ansah, wie sehr ich immer wieder versuchte ihn zu berühre. Ich wollte die Nähe zwischen uns, auch wenn sie mir schreckliche Angst machte. Eines Tages würde es mich enttäuschen, ich würde daran zerbrechen, doch war es zu schön um es nicht zuzulassen.
Er fragte wie er das wieder gut machen könnte, dass ich mit ihm ging und an seiner Seite war. Wieder lächelte ich ruhig. "Du brauchst das nicht wieder gut machen, aber ich würde dich bitten danach mit mir zurück ins Feldlager zu reiten. Immerhin bist du ein Nordmann und wir können Kämpfer wie dich gut gebrauchen. Ich meine wir brauchen immer gute Leute.", ich lächelte. Eigentlich wollte ich ihn nicht nur deshalb mitnehmen. Ich wollte ihn mit ins Feldlager nehmen, weil ich mich nicht wieder von ihm trennen wollte. Ich wollte ihn nicht hier im Norden lassen und ihn dann vielleicht nie wieder sehen, immerhin wusste ich nicht einmal ob ich aus dem Krieg zurückkehren würde. Es konnte immer etwas passieren und ich wollte dass er wenigstens wusste was passiert war, wenn ich schon sterben müsste. Außerdem hätte ich ihn so im Blick und könnte sicher gehen, dass es ihm gut ging.
Mit einem heftigen Herzschlag hörte ich, dass er an meiner Seite immer bereit sei. Er wäre bereit nun aufzubrechen, wenn ich an seiner Seite wäre. Ich konnte einfach nur lächeln. Auch ich wäre gleich bereit an seiner Seite ein Abenteuer zuerleben, denn genau das würde es werden, ein Abenteuer. Wir würden uns irgendwo in den rauen Norden begeben und nach etwas suchen, dass vermutlich schon ewig nicht mehr vorhanden war. Trotzdem würde ich ihm folgen und als er mich danach fragte, ob ich auch gleich mit ihm aufbrechen würde, nickte ich. "Lasst mich nur mit meinen Männern reden. Ich werde mir etwas Passenderes anziehen und ich werde ein paar Sachen packen. Vielleicht wird Lord Stark uns noch etwas Proviant mitgeben, damit wir den langen Weg zu eurem Haus auch schaffen.", ich sprang gleich auf und wollte los. Ich wollte mit Aenotheus fort. Nur er und ich. Vermutlich würde ich dann auch die Chance haben ihn besser kennenzulernen. Doch plötzlich stockte ich in meiner Euphorie und sah ihn misstrausisch an "Was meinst du damit, dass du dir ein Pferd organisiert hast?", fragte ich und zog die Augenbraue hoch. Ich wusste nicht was er damit meinte und wusste nicht, ob es mir gefiel, doch würde ich ihm wohl vertrauen müssen.

@Aenotheus J. Darabont

(tbc.: somewhere in the North)


The lone Wolf separated from the pack.
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