Zeitraum

Jahr 301 AL



Langsam ist zu spüren, dass sich der lange Sommer seinem Ende neigt. Im Süden können sich die warmen Temperaturen noch halten, doch im Norden, im Grünen Tal, in den Flusslanden und auf den Eiseninseln wird es zunehmend kälter.


Gesuche

Jon Snow • Arya Stark • Rickon Stark • Ygritte • Jaime Lannister • Petyr Baelish • Asha Graufreud • Euron Graufreud • Loras Tyrell • Olenna Tyrell • Oberyn Martell • Ellaria Sand • Jorah Mormont • Daario Naharis • Missandei • Manke Rayder • Tormund Riesentod • Samwell Tarly • Benjen Stark • Ser Allisar Thorn • Brynden Rivers • Lady Mellisandre • Mitglieder der Nachtwache • Wildlinge • Sandschlangen •



◅ Gesuche der Mitglieder ▻


◅ Unsere Regeln ▻


◅ Deine Bewerbung ▻


◅ Was bisher geschah... ▻

Historie

• Margaery Baratheon regiert in Königsmund •
• Glaubenskrieg in Königsmund •
• Robb Stark ruft zum Krieg gegen die weißen Wanderer •
• Roslin Stark stirbt bei Geburt des dritten Kindes •
• Nachtwache treibt Wildlinge hinter die Mauer •
• Rosengarten in Gewalt der Lannisters •
• Daenerys Targaryen regiert in Meeren•

#1

Eisiges Weißtal

in Norden 05.06.2016 16:58
von Aenotheus J. Darabont (gelöscht)
avatar

Ihre Aussage ließ mich kurz auflachen. „Woher wollt ihr wissen, dass ich einer von den guten bin?“ fragte ich amüsiert. Ich wusste es ja selbst nicht mal. Aber ich war ein wirklich guter Krieger, vielleicht konnte sie das auf den ersten Blick schon erkennen, ohne mich überhaupt kämpfen gesehen zu haben. Ein geübtes Auge hatte Sella mit Sicherheit, schließlich zog sie Seite an Seite mit den verschiedensten Arten von Männern in die Schlacht. Mit der Zeit hatte sie wahrscheinlich gelernt unterscheiden zu können welche Männer wirklich gut waren und welche nicht. Ein unsicheres lächeln schlich sich auf meine Lippen. „Ich weiß nicht, ob ich ein guter Teamplayer bin... Aber ich werde euch – egal wie die Sache ausgehen mag - begleiten.“
Plötzlich spürte ich es wieder. Ihre Freude. Ja fast euphorisch sprang sie auf und wollte sofort los. Auch ich war wirklich aufgeregt und folgte ihr bereits. Mein Gemüt wurde sofort positiv beeinflusst, als ich merkte wie glücklich sie war. Ich wusste nicht, ob glücklich das passende Wort dafür war, aber auf jeden Fall schien sie äußerlich nicht mehr gekränkt zu sein. Ich überholte sie mit meinen großen Schritten wollte mein Ross bereits für den Ritt bereit machen, als sie mich mit ihrer Frage überrumpelte. Erstaunt drehte ich mich zu ihr um und lief rückwärts weiter. Verwundert zog ich eine Augenbraue in die Höhe und musterte die rothaarige. Es war mir aus unersichtlichen Gründen unangenehm, dass sie so nachgefragt hatte. Ob ich mich auf frischer Tat ertappt fühlte? Irgendwie schon. Ich versuchte sie mit meinem Blick zu durchbohren, analysierte jede einzelne Bewegung von ihr. Wahrscheinlich fragte sie nur aus Neugierde, aber ihr misstrauischer Gesichtsausdruck entging mir dennoch nicht. Ich winkte ab. Die ganze Wahrheit würde ich nicht erzählen. „Ich.. Ich hab es mir.. geliehen..“ sprach ich selbst nicht ganz überzeugt und versuchte die Situation mit einem übertrieben Grinsen zu lockern. Sie kaufte mir es natürlich nicht ab, aber sie ließ es erstmal im Raum stehen. Vermutlich würde ich mir früher oder später noch etwas dazu anhören dürfen. Für uns beide hatte allerdings eine ganz andere Sache Vorrang, sodass sie schnell noch ihre sieben Sachen packte und sich mit mir auf die Reise begab.

Ich riss meine Lider auf. Unbehaglich und noch im Delirium schaute ich mich orientierungslos um. Mit Schrecken musste ich feststellen, dass ich nur noch bruchstückhafte Erinnerungen an die letzten Tage hatte. Der kleine Stark war so herzensgut gewesen und hatte uns genügend Proviant mitgegeben. Dessen war ich mir sicher. Der pelzige Geschmack auf meiner Zunge und mein gigantischer Brummschädel ließen mich nur erahnen, dass Bran uns Unmengen an Wein mitgegeben haben muss, welchen wir wohl vor wenigen Stunden gierig in unsere Kehlen geschüttet hatten. Jetzt war ich mir Sicher, dass es so gewesen sein musste. Aber trotzdem fehlten mir ein paar Erinnerungsteile der letzten Tagen.
So leise wie möglich drehte ich mich auf die rechte Seite. Sella schien seelenruhig zu schlafen. Neben ihr konnte ich den leeren Weinkübel sehen, aus welchem noch die letzte Reste des fruchtig-herben Getränks heraus tropften. Wenigstens konnte ich mich an heute erinnern, oder besser gesagt an die vergangenen 12 Stunden. Mein Herz klopfte kräftig in meiner Brust, was mich wieder darauf brachte, dass es einen Grund gegeben haben muss, warum ich aus dem Schlaf geschreckt war. Unsere Pferde waren unruhig. Deren aufgeregtes Schnauben war deutlich zu hören, wenn man sich darauf konzentrierte. Mit einem leisen seufzen zog ich das warme Fell von meinem Körper und ging zu meiner Kleidung, die ich mir in der Nacht allesamt praktisch vom Leib gerissen hatte, da mir unerträglich warm geworden war. Diese Wärme war ich einfach noch nicht gewohnt und es würde wohl auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Noch immer bedacht darauf leise zu sein, wühlte ich in meinen Klamotten herum und schlüpfte, nachdem ich sie gefunden hatte, in meine Hose. Wie ein Tier auf der jagt schlich ich mich aus unserem Zelt. Draußen war es noch immer dunkel also war es noch immer Nacht. Der Schnee unter meinen nackten Füßen knirschte unter meinem Gewicht, der eisige Wind und die kalten Temperaturen sorgten für eine kräftige Gänsehaut an meinem Oberkörper. Vorsichtig näherte ich mich unseren Pferden, welche wir etwas abseits befestigt hatten. Mit ruhiger, warmer Stimme sprach ich mit den verängstigten Tieren, während ich ihnen über die Hälse streichelte. Nichts. Weit und breit war niemand zu sehen, es gab vorerst keine Gefahr für uns. Deshalb beschloss ich zurück ins Zelt zu gehen, denn mit so wenig an wollte ich es nicht riskieren krank zu werden. Auch wenn das bei mir meistens um einiges länger als bei anderen dauerte, so war es nicht unmöglich. Mit einem seichten Gähnen tapste ich durch den Schnee zurück in unser Zelt. Mein Körper zuckte kurz zusammen, als ich bemerkte, dass ein Augenpaar auf mir ruhte. Dabei fielen die einzelnen Schneeflocken von meinen Kopf, die sich in meinen Haaren verfangen hatten. „Du bist wach?“ flüsterte ich und setzte mich in Schneidersitz auf die Felldecke. „Hab ich dich geweckt, Feuerlöckchen?“ brummte ich. Ich würde mir in den Hintern treten, wenn die rothaarige wegen mir aus dem Schlaf gerissen wurde.

@Sella Flint


zuletzt bearbeitet 05.06.2016 17:02 | nach oben springen

#2

RE: Eisiges Weißtal

in Norden 08.06.2016 10:38
von Sella Flint (gelöscht)
avatar

Verwirrt hob ich den Kopf. Ein Geräusch hatte mich geweckt. Gleich waren alle meine Sinne auf Angriff. Die Lennisters schlichen sicher durch das Gebüsch nahe an unserem Lager. Ich musste die Anderen warnen! Nervös drückte ich mich von den Fellen hoch. Ich warf nur einen dünnen Mantel über meine Schulter, bevor ich zum Zelteingang schlich. Hier im Süden würde der dünne Mantel mir reichen. Ich zog die Plane des Zeltes beiseite. Ein eiskalter Wind peitschte mir ins Gesicht. Das hier war nicht das Feldlager. Es dauerte eine ganze Weile bis ich begriff wo ich wirklich war. Ich war mit Aenotheus mitten im hohen Norden. Ein wenig verwirrt schüttelte ich den Kopf. Ich war eigentlich schon so lange mit ihm unterwegs, wie ich darauf kam, dass ich mich im Feldlager befand wusste ich nicht. Ich blieb einen Moment am Zelteingang stehen. Aenotheus stand bei unseren Pferden. Die ganze Sache hier war das vermutlich größte Abenteuer meines Lebens. Ich war einfach mit einem fremden Mann raus in den rohen, kalten Norden hinaus geritten. Ich fühlte mich ihm verbunden, lernte ihn jeden Tag ein wenig besser kennen, doch wüssten mein Vater oder Robb davon, sie hätten mich beide gerügt. Gerade mein König wäre sicher nicht glücklich gewesen. Ich hatte versprochen so schnell wie möglich wieder zu kommen und jetzt war ich hier.
Ich schloss die Zeltplane wieder und ließ mich zurück auf mein Fell fallen. Ich bereute es nicht hier zu sein, nicht eine Sekunde. Doch hatte ich gerade meine Zweifel. Brach ich den Eid meinem König gegenüber? Ausdruckslos starrte ich gegen die Zeltwand. Was wenn er es heraus bekam und wütend werden würde? Würde er mich töten lassen? Aber ich tat doch nur was richtig war. Ich half Jemandem, der nicht wusste wer er war und wohin er gehörte. Aenotheus brauchte mich. Robb hatte genug Kämpfer. Er könnte noch ein wenig auf mich verzichten, Aenotheus könnte es vielleicht nicht.
Zitternd zog ich das Fell wieder um meinen Körper. Es war wirklich kalt hier im Norden, das hatte ich beinahe vergessen. Ich hatte vergessen wie kalt meine Heimat sein konnte, war ich doch so lange schon im Süden. Gerade als mir diese Gedanken durch den Kopf gingen, trat Aenotheus wieder in das Zelt. Er schien beinahe verwirrt darüber, dass ich wach war. Schien aber zu hoffen, dass er mich nicht geweckt hatte. "Ich weiß nicht ob du es warst. Es war ein Geräusch. Ich bin darauf trainiert bei jedem Geräusch wach zu werden. Im Feldlager ist das nicht anders, ich schlafe dort kaum. Aber das wirst du sehen, wenn wir dort sind. Viel Schlaf bekommst du da nicht.", ich lächelte ihn an "Guten Morgen.", ich rutschte ein Stück zur Seite und erhoffte mir somit, dass er sich neben mich setzten würde. Ich mochte seine Nähe. Ich hatte mich so sehr daran gewöhnt, dass ich mir mittlerweile keine Tag mehr ohne ihn vorstellen konnte. Er gehörte an meine Seite, auf welche Art auch immer. Er gehörte zu mir. Er brauchte mich und ich ihn ebenso.
"Warum bist du so früh wach?", fragte ich und sah ihn an. Wir hatten erst spät geschlafen, jedenfalls glaubte ich das, denn wir hatten eine Menge Wein getrunken und meine Erinnerungen waren getrübt. Trotzdem war es erstaunlich, dass er schon wach war. Normalerweise schliefen wir so lange bis wir eben nicht mehr müde waren. Uns trieb ja nichts. Jetzt jedoch war ich noch müde und fuhr mir leicht verschlafen durch die roten Haare. Vermutlich waren sie nur ein weiterer Indikator dafür, wie verschlafen ich war, denn sicher waren sie noch sehr zerzaust. Ich würde gleich eine Weile brauchen um mich herzurichten. Ich war eben immer noch eine Lady, das würde sich nie ändern, denn ein wenig Eitelkeit war auch mir nicht vorbehalten.

@Aenotheus J. Darabont


The lone Wolf separated from the pack.
nach oben springen


Besucher
1 Mitglied und 1 Gast sind Online:
Cersei Lannister

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Sepora Naydora
Besucherzähler
Heute waren 5 Gäste und 4 Mitglieder, gestern 28 Gäste und 11 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 1238 Themen und 37718 Beiträge.

Heute waren 4 Mitglieder Online:
Cersei Lannister, Daenerys Targaryen, Faye, Sepora Naydora

Xobor Forum Software von Xobor