Zeitraum

Jahr 301 AL



Langsam ist zu spüren, dass sich der lange Sommer seinem Ende neigt. Im Süden können sich die warmen Temperaturen noch halten, doch im Norden, im Grünen Tal, in den Flusslanden und auf den Eiseninseln wird es zunehmend kälter.


Gesuche

Jon Snow • Arya Stark • Rickon Stark • Ygritte • Jaime Lannister • Petyr Baelish • Asha Graufreud • Euron Graufreud • Loras Tyrell • Olenna Tyrell • Oberyn Martell • Ellaria Sand • Jorah Mormont • Daario Naharis • Missandei • Manke Rayder • Tormund Riesentod • Samwell Tarly • Benjen Stark • Ser Allisar Thorn • Brynden Rivers • Lady Mellisandre • Mitglieder der Nachtwache • Wildlinge • Sandschlangen •



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◅ Was bisher geschah... ▻

Historie

• Margaery Baratheon regiert in Königsmund •
• Glaubenskrieg in Königsmund •
• Robb Stark ruft zum Krieg gegen die weißen Wanderer •
• Roslin Stark stirbt bei Geburt des dritten Kindes •
• Nachtwache treibt Wildlinge hinter die Mauer •
• Rosengarten in Gewalt der Lannisters •
• Daenerys Targaryen regiert in Meeren•


#1

Kleine Mauer

in Kronlande 06.02.2016 17:32
von Admin | 201 Beiträge

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zuletzt bearbeitet 30.05.2016 22:48 | nach oben springen

#2

RE: Der rote Bergfried

in Kronlande 16.05.2016 13:14
von Sansa Stark (gelöscht)
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First Post


Ich war erst seit einer halben Stunde ca. wieder in meinem Gemach und stand ausdruckslos vor dem Spiegel.Ich fühlte nichts mehr,nur die Leere die nicht mehr verschwand.Er hatte meinen Vater getötet,ohne jegliches Mitgefühl mir gegenüber.Ich war seine Verlobte,doch das war ihm egal.Wie konnte er mir nur so was antun.Tränen liefen über meine Wangen und meine Haut war blass.Ich wirkte krank und das Lächeln hatte ich schon längst verloren.
Warum war ich nur so dumm und naiv gewesen.Ich hatte wirklich geglaubt eine glückliche Königen zu werden,an der Seite meines Königs Joffrey.Doch mein Traum zerplatzte sehr schnell und übrig blieb ein Scherbenhaufen.Ich sackte zusammen und brach in Tränen aus.Ich hielt das alles nicht mehr aus.Ich wollte nach Hause zu meiner Familie.Hier würde ich niemals glücklich werden.Doch sie würden mich niemals gehen lassen.Würde ich es schaffen ab zu hause,dann würden sie nach mir suchen lassen und mir sicher schlimme Strafen antun.Ich war verloren und alleine.
Ich hasste es immer in meinem Gemach zu sitzen und zu warten,das Joffrey wieder Langeweile hatte und mich quälen kam.Nein ... ich musste an die frische Luft.Ich verließ mein Gemach und ging die Steintreppen hinauf und spürte schon jetzt die milde Brise des Meeres.Es war ein Unterschied zu Winterfell,aber trotzdem vermisste ich meine Heimat.Ich beugte mich über die niedrige Mauer und träumte vor mich hin.


@Tyrion Lannister


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#3

RE: Der rote Bergfried

in Kronlande 16.05.2016 15:00
von Gelöschtes Mitglied
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First Post

Tyrion war am späten Abend in Königsmund eingetroffen und hatte sich schnell in seine Gemächer zurückgezogen. Viel Schlaf gönnte man ihm nicht, denn schon am Morgen fand eine Ratssitzung statt, in der er bekannt gab, dass er die neue Rechte Hand war - wenn auch nur auf Zeit. Der junge Lannister war fest entschlossen, diese Aufgabe so gut zu erfüllen, wie es in seiner Macht stand und sich so vor seinem Vater zu beweisen. Auch wenn er es nie zeigte, so sehnte er sich durchaus nach Anerkennung, die nicht nur seine Trinkfestigkeit betrifft. Es würde nicht leicht werden, denn er war zwar ein Lord und er war clever, aber vor allem war er klein. Kaum einer sieht in ihm Tyrion Lannister, sondern meistens den Gnom und das machte es schwer, sich zu behaupten, doch er schaffte das, wie er bisher immer alles geschafft hat.
Nach einer gefühlten Ewigkeit war die Sitzung beendet und er beschloss, ein wenig frische Luft zu schnappen - sofern man von frisch sprechen konnte. Es war warm, fast schon schwül und der Geruch des salzigen Meeres vermischte sich mit dem Gestank der Stadt um sie herum.
Er stieg die wenigen Steintreppen hinauf und bemerkte Sansa, die auf der Mauer lehnte und offenbar die selbe Idee gehabt hatte, wie er. Tyrion trat näher und bemerkte ihr geröteten Augen. Sie hatte geweint. Natürlich, immerhin hatte sein missratener Neffe ihren Vater enthauptet und damit eine Revolte im Norden entfesselt, wegen der sein Bruder nun gefangen war. Tyrion war keiner, der sehr an seiner Familie hing, doch Jaimee war ihm immer ein Bruder gewesen. Er hatte sich nie an Tyrions Größe gestört und das rechnete er ihm hoch an - und deswegen war er auch der einzige, um den Tyrion wirklich Sorge empfand. Die Starks waren aufgebracht und der neue Lord Stark jung und ungestüm. Er könnte Jaimee töten und er traute es ihm zu.
"Hallo, Lady Stark. Es freut mich, Euch wohlauf wiederzusehen", begrüßte er das junge Mädchen. Selbst als sie sich auf die Mauer stützte, musste er zu ihr aufsehen, um in ihr Gesicht sehen zu können.

@Sansa Stark

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#4

RE: Der rote Bergfried

in Kronlande 16.05.2016 16:42
von Sansa Stark (gelöscht)
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Das Meer war so weit und die Vögel so frei.Ich wäre gerne ein Vogel und würde dann weit weit weg fliegen von hier.Es war ein Alptraum,obwohl ich mir dieses Leben hier immer gewünscht hatte.Wie konnte ich mich nur so täuschen.Als ich plötzlich eine mir bekannte Stimme hinter mir hörte,wischte ich meine Tränen weg,doch meine roten Augen verrieten mich trotzdem.Ich kannte Tyrion nicht sehr gut,doch mein Eindruck war das er der einzige mitfühlende Lennister war.Vielleicht täuschte ich mich da jedoch auch.
Momentan glaubte ich mir nicht mal selber.Alles war verloren,hoffentlich würden bald meine Brüder kommen und mich retten.
Seine Worte ließen mich nur leise zischen und auch wenn ich am liebsten los geschrien hätte,riss ich mich zusammen.Ich war eine Lady und musste mich benehmen.Ich drehte mich zu dem kleinwüchsigen Lennister um und presste die Lippen zusammen.Er konnte ja im Prinzip nichts dafür,aber er gehörte nun mal zu ihnen.
"Ja .... etwas frische Luft tut gut"
Dabei hatte er Recht,es stank fürchterlich hier,anders wie erwartet.Ich blickte zu ihm runter und wusste nicht was ich sagen sollte.Meine Gefühle konnte ich ihm nicht offenbaren,da ich Angst hatte das es für mich Konsequenzen mit sich ziehen würde.Möwen kreischten über uns und das Meer rauschte leise.In der Stadt war überall was los und sehr viele Arme Menschen lebten hier.Den Lennisters störte das scheinbar kaum.Ihn ging es hier ja auch super gut.
"Ich möchte nach Hause zu meiner Mutter und meinen Geschwistern"
Sagte ich dann wieder ausdruckslos und mit dem Blick zum Meer hinaus.


@Tyrion Lannister


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#5

RE: Der rote Bergfried

in Kronlande 17.05.2016 09:52
von Gelöschtes Mitglied
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Tyrion sah zu dem Mädchen, das eigentlich bald mehr Frau als Mädchen war. Ihr Körper wurde weiblicher und bald würde sie wohl seinen Neffen heiraten müssen. Er bedauerte sie schon jetzt und war durchaus entschlossen, ihr zu helfen, wo er konnte - und das würde sie bei Joffrey dringend nötig haben. Sein Neffe war missraten. Sadistisch, unerzogen und nicht in der Lage vorauszuschauen. Er war ein verzogenes Kind, das zu viel Macht hatte - Und gefährlicher als der irre König. Mit der Enthauptung von Ned Stark hatte er einen Krieg heraufbeschworen.
"Ich möchte Euch mein Beileid für den Tod Eures Vaters aussprechen. Er war ein guter Mann. Ehrbar und weiser, als so manch anderer", meinte Tyrion aufrichtig. Er hätte damals statt Robert König werden sollen. Es wäre vieles anders verlaufen - besser verlaufen. Stattdessen nahm Robert den Thron und machte sich einen Namen als Säuferkönig, der die Krone hoch verschuldete.
Der kleine Mann hätte sich auf die Zehenspitzen stellen müssen, um sich auf der Mauer abstützen zu können, also ließ er es. Als Kind wäre er auf die Mauer geklettert und hätte sich aufgerichtet, um größer als alle zu sein und selbst herabblicken zu können. Nun war er erwachsen und besonnener. Nur an seiner Größe hatte sich nichts geändert. Ein Umstand, der ihm viele Nach-, aber auch Vorteile eingebracht hatte. Es entbindete ihn zum Beispiel von irgendwelchen Kriegsverpflichtungen. Er hatte viel Zeit zum Lesen gehabt, während seine Geschwister zu Lord und Lady ausgebildet wurden. Bedauerlich, dass die meisten glaubten, dass nur gute Kämpfer gute Herrscher waren. Das wichtigste bei einem Herrscher war der Verstand.
Er blickte über die Mauer und während die Mauer die Sicht auf die Stadt verdeckte, sah er nur das Meer, über dem die Möwen kreisten und ein paar Bote, die aus der Ferne so klein wirkten, wie die Nussschalen-Schiffe, die er als Kind gern gebaut hatte.
Sansa riss ihn aus seinen Gedanken, als sie weitersprach, womit er gar nicht so richtig gerechnet hatte.
"Verständlich, doch solltet Ihr so etwas nie wieder laut aussprechen. Die Wände haben hier überall Ohren. Man zweifelt an Eurer Loyalität. Wenn Ihr hier überleben wollt, Mylady, müsst Ihr alle glauben lassen, ihr würdet Euren Vater und Eure Familie verachten für den Verrat an Eurem Verlobten. Eure Geist ist der einzige Ort, an dem Platz für die Wahrheit ist", meinte er zu ihr, auch wenn er sie bedauerte um ihr Schicksal. Zu gern würde er ihr helfen, doch eine Flucht aus Königsmund würde ihr Leben nur noch gefährlicher machen. Er konnte für sie nur hoffen, dass Joffrey früh starb. In Anbetracht der vielen Feinde und Unbeliebtheit, die der junge König schon jetzt hatte, würde dies nicht allzulang dauern. Er gab ihm fünf, maximal zehn Jahre. Dann war es hoffentlich vorbei mit diesem König...

@Sansa Stark

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#6

RE: Der rote Bergfried

in Kronlande 17.05.2016 18:43
von Sansa Stark (gelöscht)
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Er hatte Recht ... ein kleines Mädchen war ich ganz sicher nicht mehr.Ich hatte Rundungen bekommen,wo vorher kaum welche waren.Ich hatte sogar meine roten Tage bekommen,ich war eine Frau,doch dieses Thema verheimlichte ich noch.Den sonst müsste ich mit Joffrey Kinder zeugen und das wollte ich am liebsten verhindern.Mit so einem Menschen wollte ich keine Kinder,geschweige den mein erstes Mal.Ich hatte mir alles ganz anders vorgestellt und hoffte das mir das nicht auch noch genommen wurde.Als ich Tyrions Worte wegen meinem Vater hörte,sah ich mit steinernen Gesicht zu ihm.Da hatte er einen wunden Punkt bei mir getroffen.Ich hatte gesehen wie er geköpft wurde,wie sein Kopf rollte und sein Blut floss.Joffrey hatte mich gezwungen zu zu sehen und danach auch noch seinen Kopf wie eine Trophee zu bestaunen.Fast hätte ich ihn die Treppe runter gestoßen,doch der Bluthund hielt mich davon ab.Mir waren die Konsequenzen egal,den noch schlimmer konnte es nicht mehr werden.Ich atmete aus und schloss für einen Moment die Augen und schluckte die Tränen herunter.
"Ich danke dir"
Kam es zwischen meinen Lippen hervor,auch wenn mir ganz andere Gedanken im Kopf herum spuckten.Ich wusste nicht wie es weiter ging,doch ich hoffte das meine Brüder mich retten würden.Irgendwie wusste jeder über jeden Bescheid und vielleicht hatten sie von meinem schweren Leben hier gehört.Ich hoffte es so sehr,den sonst war ich wohl verloren.Der Wind wehte mild durch meine langen,roten Haare und ein stinkender Geruch kitzelte mich an der Nase.Ich verzog mein Gesicht und atmete wieder aus.Als ich ihm sagte,das ich nach Hause wollte,warnte er mich dies niemals woanders zu sagen.Ich wusste es ja,aber ich war Verzweifelt.Manchmal spielte ich mit dem Gedanken mich selber umzubringen.
"Wie kommst du mit dem Leben hier klar"
Ich hatte mitbekommen wie auch er behandelt wurde,vor allen von seinem Neffen.Ich ahnte zu wissen das er es auch hasste,er aber blieb weil es nun mal seine Familie und sein zu Hause war.
"Wie kann ich es schaffen,das es erträglich wird?!"
Ich glaubte ihm vertrauen zu können,wenn nicht würde ich es wohl bald heraus finden.


@Tyrion Lannister


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#7

RE: Der rote Bergfried

in Kronlande 18.05.2016 09:44
von Gelöschtes Mitglied
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Tyrion sah ihr an, dass ihr trübe Gedanken durch den Kopf spukten. Etwas anderes konnte ihr wohl kaum durch den Kopf gehen. Hier gab es für Sansa schon lange nichts erfreuliches mehr und die Schwärmereien des jungen Mädchens waren längst verflogen und der grausamen Realität gewichen, das wusste er ohne lange hier gewesen zu sein. Von dem Moment, als er von ihrer Verlobung gehört hatte, hatte er es gewusst, doch wär hätte auf den Gnom gehört? Zudem gab es tagtäglich schlimme Schicksale und es war nicht seine Aufgabe, diese zu verhindern. Er konnte die armen Seelen vielleicht bedauern, doch Mitleid würde ihnen nie helfen.
Plötzlich fragte Sansa, wie er mit seinem Leben klar kam.
"Ich lebe gern. Anfangs tat ich mich schwer, so wie auch Ihr jetzt, Mylady, doch wurde mir eines Tages klar, dass sich nur zwei Dinge ändern könnten: Die Welt und ich. Die Welt würde dies jedoch nie tun, solange ich nicht plötzlich mannsgroß werde, was doch recht unwahrscheinlich ist, also musste ich mich ändern. Ich machte meine Spottnamen zu meinem Eigen und wurde mir meiner Stärken bewusst. Gnom, Halbmann, Zwerg - das sind Namen, wie auch Tyrion. Wieso sollte man sich seiner Namen schämen? Mein Verstand ist schärfer, als der der meisten. Ich werde mich nie als Kämpfer behaupten, doch das überlasse ich zu gern meinem Bruder und Vater. Ich sehe wenig Anreiz darin mich aufspießen zu lassen. Ich bin jetzt die Hand und als solche brauche ich Verstand. Das ist meine Stärke. Und mit etwas Wein im Bauch und eine Menge Geld in der Tasche ist das eher pflichtfreie Leben als Zwerg durchaus auszuhalten", fügte er schmunzelnd hinzu.
"Ihr mögt Euch schwach und hilflos vorkommen, Mylady, doch stimmt dies nicht. Ihr werdet die mächtigste Frau im Land sein und es ist meist die Frau hinter dem König, die die Fäden zieht. Ihr werdet Kinder bekommen, die ihr so sehr lieben werdet, wie ihr den König hasst, denn ihr seid eine Mutter und eine Mutter liebt ihre Kinder. Ihr werdet Sie zu Herrschern und Herrscherinnen erziehen, die clever und mitfühlend sind. Der König hat schon jetzt mehr Feinde, als alle Könige vor ihm und wenn er so weiter macht auch mehr haben, als alle nach ihm. Ein König wie er wird nie ein langes Leben haben, glaubt mir", stellte er fest. Die Herrschaft solcher Könige war immer ein hartes Laster, doch nie lang. Natürlich war diese Aussage nicht die klügste, doch ein jeder weiß um seine spitze Zunge und keiner wird in ihn eine Bedrohung sehen. Zudem war er ein Lannister und so schnell würde er nicht sterben. Zudem war dies eine Tatsache, die er seinem Neffen auch ins Gesicht sagen würde, wenn er glauben würde, dass dies etwas ändern würde.
Und unter diesem Gesichtspunkt würde sie nicht ein Leben lang unter ihm leiden müssen und das ist doch ein Lichtblick.
"Ihr werdet lange darauf warten, dass Euer Leben erträglicher wird, wenn Ihr nicht stärker werdet. Wachst an eurem Leid und werdet stark", riet er ihr ernst.
"Und ihr habt immerhin ein Ende in Sicht, dass ist doch ein Lichtblick. Euer Bruder zieht in den Krieg. Sein Sieg wird Euch vielleicht schon eher ein Erträgliches Leben bescheren, als er denkt. Und ich hoffe, dass ihm ein saufender und hurender Zwerg als keine Bedrohung erscheint", meinte er, denn was für sie eine Besserung sein mag, könnte für ihn zu einer Gefahr werden. Und wenn er dann noch immer die Hand ist, konnte er nur hoffen, dass der junge Stark bereit ist, zu verhandeln.

@Sansa Stark

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#8

RE: Der rote Bergfried

in Kronlande 18.05.2016 10:02
von Sansa Stark (gelöscht)
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Tyrion war nicht wie die anderen Lennister.Er passte gar nicht in die Familie,was nicht nur an seiner Große lag.Er hatte mehr Verstand und Einfühlsam als alle anderen zusammen.Mich störte nicht das er so klein war.Er konnte ja auch nichts dafür so geboren zu sein.Vorurteile hatte ich nicht,da ich die Menschen lieber selber kennen lernen wollte,um mir mein eigenes Bild zu machen.Oft war dies ein Fehler,doch so war ich und so würde ich immer bleiben.Oder? Vielleicht würde mich mein zukünftiges Leben so sehr prägen,das ich kühl und stark werden würde.Ich würde meinem Wesen gerne treu bleiben,nur stärker werden.Doch am Ende würde ich das wohl nicht entscheiden können.Ich wusste nicht was noch alles auf mich zukommen würde,aber Tyrion hatte Recht.Doch es war nicht so einfach wie es sich anhörte.
Ich hörte ihm aufmerksam zu und nickte ab und an.Seine Worte flogen immer wieder durch mein Kopf und ich wendete meinen Blick nachdenklich aufs Meer.Würde ich es überhaupt so lange durchhalten?Es könnte auch sein das ich mir das Leben nehme,doch so einfach wollte ich es der Welt nicht machen.Ich war zu etwas größerem geboren worden.Es wäre feige einfach so zu gehen.Ich atmete durch und sah wieder zu Tyrion.
"Ich werde mir deine Worte zu Herzen nehmen,obwohl es wirklich eine schwere Bürde werden wird."
Antwortete ich dem Zwerg der echt nett war.Würde mein Bruder den Krieg gewinnen,würde ich mich für Tyrion einsetzten.Er hatte es verdient gut behandelt zu werden.Sicherlich wurde er schon als Kind immer nur schikaniert.Er hat sich halt in den Jahren verändert und sich ein dickes Fell wachsen lassen.
"Danke für deine ehrlichen Worte.Ich werde eine gute Königen,das verspreche ich"
Doch als er von Kindern mit Joffrey sprach,hätte ich mich fast übergeben.Das hieß ja auch das ich mit ihm Sex haben musste.Der Gedanke machte mir große Angst,den ich wollte mein erstes mal mit jemanden den ich liebte.Doch ich liebte Joffrey nicht.Am Anfang dachte ich das noch,da war er auch noch so liebevoll zu mir.Das änderte sich schnell,als er König wurde.Man konnte sich sehr in Menschen täuschen,das hatte ich daraus gelernt.Ich musste einfach durch halten.
"Also brauch ich Wein"
Lächelte ich versteckt,den vielleicht würde ich das ganze betrunken überstehen.Ich mochte keinen Alkohol,aber ich würde es probieren.Ich wusste das Tyrion ein saufender,herumhurender Mann war.Bei ihm würde ich wohl immer Wein bekommen.Er wirkte so stark auf mich,vielleicht sollte er mich lehren.Hoffentlich hatte er auch damit recht,das es ein Ende geben würde.Joffrey hatte Feinde,dafür musste man nicht schlau sein um das zu wissen.Er behandelte seine Mitmenschen so schlecht und grausam.Ihn interessierten andere Schicksale nicht.Das zeichnete keinen guten König aus.Hoffentlich dankte er wirklich bald ab,den mein Leben lang würde ich das nicht überstehen.


@Tyrion Lannister


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#9

RE: Der rote Bergfried

in Kronlande 18.05.2016 11:34
von Gelöschtes Mitglied
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Tyrion lachte leise.
"Das Leben ist nicht da, um leicht zu sein, Mylady. Für ein leichtes Leben bräuchte es barmherzige Götter. Götter sind vermutlich vieles, aber nicht barmherzig. Das ist ein Grund mehr, durchzuhalten und zu beweisen, dass man sich nicht einmal von den Launen der Götter unterkriegen lässt. Vielleicht wird man dafür belohnt, vielleicht bleibt einem auch nur der Triumph, den Göttern einen Strich durch die Rechnung zu machen", meinte er. Er hatte schon lange aufgegeben, an irgendwelche Götter zu glauben. Es konnten sich die Leute doch nicht einmal entscheiden, welche die echten waren. Vielleicht gab es auch keine und alles war einfach nur Pech. Das würde er erst wissen, wenn er tot war - und so eilig hatte er es mit dem Sterben nicht. Noch um die 50 Jahre, die er mit Wein und Huren verbringt, liest und am Ende mit einer Frau in jedem Arm sein Leben aushaucht. Ja, damit könnte er leben.
"Daran habe ich keine Zweifel. Ihr seid die Tochter Eurer Eltern. Euer Vater hätte damals den Thron besteigen sollen. Es wären bessere Jahre für die Königslande gewesen. Aber immerhin wird mit Euch eine bessere Königin herrschen, als im Augenblick", stellte er fest. Sicher, die jetzige Königin war seine Schwester, doch verband sie nichts weiter als das Blut. Und Cersei war keine gute Königin. Vielleicht war sie es früher einmal gewesen, doch er war zu jung gewesen um das zu wissen. Jetzt war sie jedoch keine gute Königin. Sie dachte nicht an das Volk, sondern nur an sich und ihren Bruder - oder eher ihren Liebhaber. Es wunderte ihn, dass vor Stark offenbar keiner daran gezweifelt hatte, dass Joffrey und die anderen Kinder von Baratheon sind, wo doch das blonde Haar die Lannisters auszeichnete. Ihm war das schnell klar, doch hatte er das nie gesagt, denn man sah ja, was geschah, wenn man dies tat. Würde er etwas sagen, würde er sich wohl zum ersten mal auf Augenhöhe mit Erwachsenen sein, dann jedoch nur sein Kopf und er schätzte eigentlich die enge Beziehung, die sein Kopf sein Körper hatten.
"Ja, offenbar eine Menge davon", meinte er, wenn auch eher scherzhaft. Sicher, sie würde eine Menge brauchen, doch ziemte es sich für Frauen nicht, betrunken zu sein. Dies war ein Privileg, dass eigentlich die Männer besaßen. Aber schon ein oder zwei Becher konnten helfen.

@Sansa Stark

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#10

RE: Der rote Bergfried

in Kronlande 18.05.2016 16:13
von Sansa Stark (gelöscht)
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Tyrion sprach wahre Worte und manchmal konnte ich wirklich verstehen,warum er die rechte Hand des Königs war.Er war der einzige der auch mal nachdachte,bevor er handelte.Zumindest in einigen Dingen.Es würde sicher nicht einfacher werden für mich,aber ich würde alles geben um zu überleben.Jeden Tag musste man aufs neue ums Überleben kämpfen.
"Du hast ja Recht.Nie habe ich gedacht,das sich mein Leben so negativ verändern würde.Ich war einfach zu naiv"
Gab ich zu und hoffte das mir so was nie wieder passieren würde.Ich strich meine roten Haare nach hinten und drehte mich einmal um.Lehnte an der Mauer und verschränkte die Arme vor der Brust.Mir war etwas kühl,doch rein wollte ich auf keinen Fall.
"Ja .... mein Vater wäre ein toller König geworden,niemand hätte mehr gelitten und Gewalt hätte es auch nicht mehr geben.Ja er wäre ein toller König geworden"
Nickte ich fast wieder weinend,den ich vermisste ihn so sehr.Er hatte IMMER auf mich aufgepasst und ich konnte mir ihm über vieles reden.Der Anblick als sein Kopf rollte,den würde ich nie mehr los.Ich atmete ein und sah zu Tyrion.
"Kannst du mir Wein besorgen?"
Fragte ich den kleinen Mann.Irgendwie vertraute ich ihn,er war anders wie die anderen.Trotzdem durfte ich nicht ganz die Vorsichtig vergessen.Doch vielleicht hatte ich durch ihn den einzigen Verbündeten.Den so wie er über seine Familie sprach,konnte er sie auch nicht leiden.


@Tyrion Lannister


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#11

RE: Der rote Bergfried

in Kronlande 18.05.2016 17:02
von Gelöschtes Mitglied
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"Ihr ward ein Kind, Mylady. Es ist die Naivität, die Kinder Kind sein lässt. Ihr müsst eine glückliche Kindheit gehabt haben, wenn ihr euch die Naivität so lang erhalten konntet", meinte er aufmunternd. Sie hatte Joffrey nicht so gekannt, wie er seinen Neffen gekannt hatte, als sie in Winterfell waren. Joffrey hatte sich dort durchaus galant verhalten, der Traum einer jeden kleinen Lady. Nur war er damals noch seinem "Vater" unterstellt gewesen. Nun war Robert tot und keiner stand mehr über Joffrey. Sogar seine Mutter schien Angst vor ihm zu haben. Es war wirklich eine Schande. Tyrion schien der einzige, der keine Angst davor hatte, sich ihm zu widersetzen.
"Ich hoffe, Ihr werdet eure Kinder ebenso gut erziehen, wie Lord Stark es bei seinigen tat. Dann bleibt dem Land noch etwas Hoffnung, wenn es sich dann nicht schon endgültig im Krieg befindet", meinte Tyrion. Joffrey hatte einen Krieg losgetreten und er hoffte, dass dieser ein Ende findet, bevor er richtig beginnt.
"Ihr seid die zukünftige Königin, Mylady. Wenn Ihr Wein möchtet, dann müsst ihr nur einen Bediensteten anweisen, Euch welchen zu bringen. Doch trinkt nicht mehr, als für euch gut ist. Zu viel Alkohol lockert die Zunge zu stark", warnte er sie. Es bedarf Übung, betrunken trotzdem nicht so viel zu reden, dass man sich in der Todeszelle wiederfindet. Er war geübt. Wenn er etwas gut konnte, dann war das lesen, trinken und huren.

@Sansa Stark

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#12

RE: Der rote Bergfried

in Kronlande 18.05.2016 22:59
von Sansa Stark (gelöscht)
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Oh mein Gott ... er sollte endlich damit aufhören,das ich bald Kinder mit Joffrey hätte.Der Gedanke war so grausam und mir taten die Kinder schon jetzt leid mit so einem Vater.Mit so einer Oma ... Cercie würde dieses Wort wohl nicht gerne hören.Sie wollte doch ewig jung sein.Ich wollte kein Sex mit ihrem Sohn haben,nein ... früher ja,heute nein.Der Zauber war schon längst verflogen,spätestens als er meinen Vater umgebracht hatte.Alles war weg,ich konnte nicht verstehen was ich mal so toll an ihm fand.Arya hatte gleich erkannt was er für einer war und ich war zu blind.Wieso konnte ich nicht auf meine Schwester hören.Es ärgerte mich sehr und ich hoffte ihr ging es besser als mir.Sie war spurlos verschwunden und ich musste oft an sie denken.
"Ja ich war ein Kind .... ich hatte keine Erfahrung,doch es ist zu spät aus seinen Fehlern zu lernen"
Sagte ich verträumt schauend in eine Richtung.In Gedanken stellte ich mir vor,wie ich Joffrey köpfte für seine Taten.Er hatte es nicht anders verdient und irgendwann wird er seine Strafe bekommen.Wenn es das letzte war,was ich tun würde.Er hat alles kaputt gemacht und muss dafür bezahlen.
"Ja das stimmt ... aber es würde zur König Mutter weiter getragen werden und das ist nicht gern gesehen.Bitte ... bitte hilf mir und bring mir etwas Wein.Ich kann mich langsam dran gewöhnen"
Ich trank sonst nie Wein,aber vielleicht ertrug ich es alles so besser.Kurz sah ich mich um und hockte mich sogar bittend an Tyrion.
"Bitte helft mir das durchzustehen"
Irgendwann würde er seine Belohnung dafür bekommen,das er mir geholfen und zur mir gestanden hat.


@Tyrion Lannister


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#13

RE: Der rote Bergfried

in Kronlande 19.05.2016 09:23
von Gelöschtes Mitglied
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"Nun, ihr lebt noch Mylady, also war es wohl kaum zu spät", erwiderte Tyrion, als sie meinte, es wäre zu spät.
"Der Tod ist nicht wünschenswert. Das Leben bietet viele Gelegenheiten, mal früher, mal später. Seht mich an. Mein Vater redet seit Jahren auf meinen Bruder ein, dass er aus der Königsgarde austritt, damit ich Casterlystein nicht erbe. Er würde mich lieber tot, denn als Lord Lannister von Casterlystein sehen. Nun vertrete ich ihn als rechte Hand: ein Amt, dass größer ist, als dass eines Lords", meinte er schmunzelnd.
"Auch wenn ich es zugegeben bedauere, dass die Gefangenschaft meines Bruders der Anlass ist", gestand er. Jaimee war der einzige in seiner Familie, der ihn nicht verachtete, sondern als das ansah, was er war: sein Bruder. Das rechnete er ihm hoch an. Tyrion war sich sicher, dass auch seine Mutter ihn als Sohn geliebt, statt als Monster verachtet hätte. Zumindest stellte er sich das gern vor. Erfahren würde er es nie, denn sie starb bei seiner Geburt. Ein Umstand, den weder sein Vater noch seine Schwester ihm je verzeihten.
Als sie ihn bittete, ihr Wein zu beschaffen, sah er sie kurz ansah.
"Die Hand wäre ein ziemlich schlechter Gastgeber, wenn sie ihren Gästen keinen Wein anböte, nicht wahr?", meinte er. In seinem Zimmer versteckte er @Shae und er konnte nicht riskieren, dass man sie entdeckte. Seine Schwester würde sie mit Freuden töten, wenn sie erfuhr, dass er eine Hure mit nach Königsmund brachte. Es gab hier genug Huren, er hätte sie nicht mitbringen müssen. Es würde verraten, dass er für sie mehr empfand und sie nicht als Hure, sondern seine Lady sah, für die er durchaus Gefühle hegte. Das durfte keiner erfahren.
"Ich werde Euch so gut helfen, wie ich kann, Mylady. Das verspreche ich Euch", sagte er aufrichtig und es war ungewohnt, jemanden auf Augenhöhe zu begegnen, der kein Kind war. Kaum einer machte sich die Mühe, sich zu ihm herabzubegeben.

@Sansa Stark

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#14

RE: Der rote Bergfried

in Kronlande 19.05.2016 20:59
von Sansa Stark (gelöscht)
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"Das stimmt wohl,obwohl ich mich trotzdem frage,ob der Tot nicht vielleicht sogar angenehmer wäre"
Irgendwie redete ich ganz schön offen mit Tyrion was mich doch selber wunderte.Er war jedoch der einzige der mich verstehen konnte und wollte.Er hörte mir zu und stand selber nicht so gut zu seiner Familie.Auch er hatte es nie leicht,doch er machte das beste draus,dafür bewunderte ich ihn.Er gab niemals auf und lebte sein Leben wie er es wollte.
"Ich danke dir das ich in dir wohl einen Vertrauten gefunden habe"
Vielleicht war es auch zu naiv das zu denken,aber mir war es mittlerweile schon egal.Gequält würde ich eh werden,so würde es wenigstens einen Grund geben.Ich wusste das ich niemals ein schlechtes Wort über meinen Verlobten sagen durfte.Ich hielt mich auch sehr zurück,obwohl ich so einiges los werden wollte.Tyrion wollte mir helfen wegen dem Wein und ich lächelte ihn dankend an.Es war sehr selten das sich meine Mundwinkel nach oben bewegten,seit dem ich hier war.Er konnte sich wirklich geehrt fühlen.Ich atmete aus und ahnte nicht was er für ein geheimes Geheimnis hatte.Doch @Shae würde ich wohl bald kennen lernen und auch wenn es raus kommen würde,dann würde ich nichts sagen.Warum auch,er half mir und ich würde das gleiche tun.
Ich stand wieder auf und strich meine langen Haare nach hinten.Ich sah mich etwas um,wir waren alleine und das tat wirklich mal gut.


@Tyrion Lannister


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#15

RE: Der rote Bergfried

in Kronlande 25.05.2016 20:59
von Gelöschtes Mitglied
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"Der Tod ist so endgültig. Ich bezweifle, dass er angenehmer wäre. Lebend habt Ihr die Möglichkeit Dinge zu verändern und zu verbessern, das solltet Ihr nie vergessen. Früher oder später werdet Ihr gebraucht und dann solltet ihr nicht in einer Gruft verrotten", erwiderte Tyrion. Er liebte das Leben, auch wenn es manchmal ziemlich beschissen läuft. Er hattenie aufgegeben. Er hatte das Glück, ein adliger Zwergzu sein. Dieser Umstand hinderte seinen Vater, ihn einfach als Baby zu ertränken. Und wenn er nun schon das Privileg hatte, zu leben und der reichsten Familie in Westeros anzugehören, dann würde er das auch voll auskosten.
"Es ehrt mich, dass Ihr in mir einen Vertrauten seht", erwiderte Tyrion. Er mochte das Stark-Mädchen. Sie bewies nicht nur Stärke, sondern schien auch Verstand zu haben. Undsie hatte das Herz ihres Vaters. Sie würde eine gute Königin werden. Nur hoffentlich nicht ganz so besessen von der Ehrhaftigkeit wie ihr Vater, denn das hatte Ned Stark schließlich seinen Kopf gekostet.
Er lehnte sich nun gegen die Mauer, über die er nicht richtig drüberschauen konnte, wenn er nicht wie ein Kind herumspringen wollte, als er eine bekannte Gestalt in dem Gang sah. Es war seine Nichte @Myrcella Baratheon . Ermochte das Mädchen. Sie und ihr kleiner Bruder Tommen waren beide herzensgut. Nichts war zu sehen von Cerseis Giftigkeit oder Joffreys Perversionen - ander könnte man den Sadismus des Jungen nicht beschreiben. Myrcella und Tommen hatten da eine Menge von Jaime abbekommen, fand er. Jaime mochte auf viele arrogant wirken - gut, manchmal war er es wirklich -, aber eigentlich war er auch sehr großherzig. Und so wie er Jaime als Bruder mochte, so mochte er die Beiden und verbrachte gern Zeit mit ihnen. Cersei versuchte nur leider, die Kinder von ihm fern zu halten. Dankbarer wäre er, wenn sie ihm Joffrey vom Hals halten würde...

@Sansa Stark


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